Seit 2006 organisiert die DGG auf der Jahresversammlung der EGU eine C.-F.-Gauß-Lecture. Höhepunkt der Veranstaltung, zu der auch ein Empfang für die Mitglieder und Freunde der DGG gehört, ist der Vortrag einer prominenten Wissenschaftlerin oder eines prominenten Wissenschaftlers über ein aktuelles Forschungsthema der Geophysik.
Die bisherigen Vorträge hielten:
Mit der C.-F.-Gauß-Lecture erinnert die DGG an den berühmten Mathematiker und Physiker (oder besser Geophysiker) Carl Friedrich Gauß (1777 - 1855).
Gauß war der erste, der mit seinerzeit hoch genauen Methoden das Erdmagnetfeld vermaß und dafür dann geeignete physikalische Einheiten einführte. Er war auch der erste, der aus einigen wenigen weltweit verteilten Messungen das globale Erdmagnetfeld beschrieb und dafür so ganz nebenbei die Kugelfunktionen als Lösung der Laplace-Gleichung einführte. Mit dieser Beschreibung war er in der Lage, externe von internen Quellen zu trennen, und schloss somit auf die tiefen Quellen für das Erdmagnetfeld. Er hätte sicherlich auch gerne die Ursache des Erdmagnetfeldes erforscht, aber die Zeit war damals dafür noch nicht reif.
(H. Schmeling, A. Rudloff & M. Bohnhoff, DGG-Mittlg. 2/2006, 25-26)