Neben den Literaturangaben zu den einzelnen Artikeln dieses Buches sollen hier weitere Werke zur Geschichte der Geophysik aufgeführt werden. Allerdings übersteigt es den Rahmen dieses Werkes, eine lückenlose Bibliographie zu bieten. Wer sich mit dem vorliegenden Thema oder einem Teilaspekt beschäftigen will, soll hier Anregungen und Hinweise finden.
1. Allgemeine Bibliographien
Totok, W.: Handbuch der bibliographischen Nachschlagwerke. Frankfurt
1972.
Deutsche Bibliographie. Frankfurt 1947ff; mit den Vorläufern:
Hinrichs Bücherkatalog. Leipzig 1851-1913; Kayser, G.G.:
Vollständiges Bücherlexikon. Leipzig: 1834-1913;
Deutsches Bücherverzeichnis.
Leipzig: 1913ff.; Bibliographie der versteckten Bibliographien (auch
unter anderen Titeln), Leipzig: 1956ff.
General Catalogue of printed books. London: British Museum. 1931ff
(Gesamtkatalog der Bibliothek).
Catalog of books. Library of Congress. Arm Arbor/Mich. 1942ff.
(Gesamtkatalog).
Jahresverzeichnis der deutschen Hochschulschriften. Leipzig: 1887ff.
Internationale Bibliographie der Zeitschriftenliteratur.. Leipzig,
sp. Osnabrück 1897ff (Verschiedene Serien).
Bulletin signalétique. Paris: 1940ff. (Série: Histoire
des sciences).
Schmidt, P.: Zur Geschichte der Geographie, Geophysik, Mineralogie und
Paläontologie. Bibliographie und Repertorium für die DDR.
Freiberg/Sa.: Bibliothek der Bergakademie 1970.
Weitere Hilfsmittel sind die Sachkataloge der einzelnen Bibliotheken,
besonders der
Preussischen Staatsbibliothek Berlin
Bayerischen Staatsbibliothek München
Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek
Göttingen
Bibliothek des Deutschen Museums.
Biographische Angaben sind enthalten in:
Poggendorff, J.G.: Biographisch-literarisches Handwörterbuch
zur Geschichte der exacten Wissenschaften. Leipzig, sp. Berlin:
1863ff.
Naturforschung und Medizin in Deutschland 1939-1945. (FIAT-Review).
Bd. 15 Geophysik. Wiesbaden 1948.
Internationale Bibliographie der Zeitschriftenliteratur. Leipzig, sp.
Osnabrück 1897ff.
Terrestrial Magnetism and Atmospheric Electricity. 1896ff.
2. Geschichtliche Darstellungen in geophysikalischen Monographien, Lehr- und Handbüchern
Chapman, S., Bartels, J.: Geomagnetism. Oxford: Clarendon 1940. Im 2.
Band, S. 898-937, werden historische Beobachtungen, Karten,
Personen und Institutionen vorgestellt.
Darmstaedter, L.: Handbuch zur Geschichte der Naturwissenschaften und
der Technik. Berlin: Springer 1908. Das Lexikon ist chronologisch
geordnet und hat ein ausgiebiges Sachverzeichnis.
Duhem, P.: Le Système du monde. Vol. 1-10. Paris: Librairie
Scientifique Hermann 1954-1959. Das Werk behandelt die
verschiedenen Wissensgebiete in nach Epochen geordneten Kapiteln.
Die Geophysik ist daher in allen Bänden vertreten.
Forel, F.A., Le Léman: Genf: Slatkine Reprints 1969. Im Band 2
seines Werkes schildert Forel die Geschichte der Wissenschaft von
den Seiches (S. 40-62) (Eigenschwingungen der Seen).
Günther, S.: Geschichte der anorganischen Naturwissenschaften im
19. Jahrhundert. Berlin: Bondi 1901. Die Geophysik wird im 6. und
23. Kapitel (S. 103-130, 868-926) behandelt, zusammen mit den
damals noch verwandten Gebieten Meteorologie und Erdkunde.
Günther, S.: Lehrbuch der Geophysik und physikalischen
Geographie. Stuttgart: Enke 1884 und 1885. In alle Kapitel des
Werkes sind historische Abschnitte eingestreut.
Handbuch der Physik. Berlin-Göttingen-Heidelberg: Springer
1956ff. Ausführlicher werden nur die "Radioaktivität und
das Alter der Mineralien" (Bd. 47, S. 289-295) sowie die
"Magnetischen Stürme und die Sonnentätigkeit" (Bd. 49, S.
199-204) aus historischer Sicht behandelt.
Harris, R.A.: Manual of Tides. Washington: Government Printing Office
1908. Auf den S. 483-487 wird die Geschichte der
Gezeitenbeobachtungen in Brunnen geschildert.
International dictionary of geophysics. London: Pergamon Press 1967.
Abgesehen von einigen kurzen Notizen wird die historische
Entwickluncr bei drei Stichwörter behandelt: History of modern
seismoloqy (S. 724-729), Geodesy, historical introduction to (S.
567-576) und Astronomic-geodetic methods (S. 94).
Jordan, W.: Handbuch der Vermessungskunde. Stuttgart: Metzler 1956ff.
In Band 2 (S. 241-31 o) wird die Geschichte der Kartographie
behandelt; in Band 4 (S. 9-23) die der Erdmessung. Vereinzelt sind
in andere Kapitel kurze historische Bemerkungen eingeflochten.
Montessus de Ballore: Le science seismologique. Paris: Colin 1907. Im
Einleitungskapitel (S. 13-41) wird eine geschichtliche
Übersicht über die Seismologie und ihre Organisationen
gegeben.
Needham, J.: Science and civilization in China. Cambridge: University
Press 1954ff. Geophysikalische Probleme werden in verschiedenen
Sektionen behandelt: 21: Meteorologie, 22: Geographie und
Kartographie; 23: Geologie, 24: Seismologie, 26: Physik und 29f:
Navigation.
Paulys Real-Enzyklopädie der classischen Altertumswissenschaft.
Stuttgart: Metzler 1894ff. Siehe unter den entsprechenden
Schlagwörtern.
Wartnaby, J.: Seismology. London: Her Majesty's Stationary Office 1957
(= Geophysics Handbook 1), 47 S. Kurze historische Einleitung.
Anschliessend Erklärung der Erdbeben und (ab S. 20) die
Beschreibung der 45 im Science Museum aufgestellten Instrumente.
Freiberger Forschungshefte. Reihe D.: Kultur und Technik. Leipzig
1952ff. Manche Hefte behandeln direkt die Geschichte der Geophysik,
viele weitere ihre Grenzgebiete.
Journal of the Franklin Institute, Philadelphia 1826ff. Diese
Zeitschrift enthält viele Artikel zur Geschichte der
Luftelektrizität und der Blitzforschung.
Terrestrial Magnetism and Atmospheric Electricity. 1896ff. Mit vielen
historischen Artikeln und Biographien.
Zeitschrift für Geophysik, Würzburg, sp. Berlin 1925. In der
Hauptsache Biographien. Seit 1968 werden in den
Übersichtsartikeln auch oft historische Bemerkungen
eingeflochten.
3. Spezielle Beiträge zur Geschichte der Geophysik
Aiton, E.J.: The contributions of Newton, Bernoulli and Euler to the
theory of the tides. In: Annals of science, 1955, Nr. 3, S.
206-223. Die Beiträge der genannten Wissenschaftler zur
Fortentwicklung der Gezeitentheorie.
Apolin, A.: Die Geschichte der Gravitation. In: Philosophia naturalis.
Jg. 12, 1970, Nr. 2, S. 156-172. Knapp gefasste Geschichte mit
viel Literatur.
Apolin, A.: Die Geschichte des Erdmagnetismus. In: Philosophia
naturalis. Jg. 13, 1972, Nr. 2, S. 191-215. Knapp gefasste
Geschichte mit viel Literatur.
Balmer, H.: Beiträge zur Geschichte der Erkenntnis des
Erdmagnetismus. Aarau: Sauerländer 1956. 892 s. (=
Veröffentlichungen der Schweizerischen Gesellschaft für
Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften 20). Die
geschichtliche Entwicklung wird mit ausgiebigen Auszügen aus
den Originalberichten und zahlreichen Biographien erläutert.
Biermann, K.R.: Der Brief A. v. Humboldts an Wilhelm Weber vom Ende
1831 - ein bedeutsames Dokument zur Geschichte der Erforschung des
Geomagnetismus. In: Monatsberichte der Deutschen Akademie der
Wissenschaften zu Berlin. 1971, Nr. 3, S. 234-242. Wiedergabe des
Briefes mit kritischen Erläuterungen.
Brockamp, B.: Entwicklung der Geophysik im 19. Jahrhundert. In:
Technikgeschichte in Einzeldarstellungen, Bd. 7, S.25-31. Referat
nach einem Übersichtsvortrag.
Cannegieter, H.G.: The history of the International Meteorological
Organization 1872-1951. In: Annalen der Meteorologie. Neue Folge 1,
1963, 280 S. Geschichte der Organisation und ihrer Kommissionen.
Chapman, S.: Geophysics and Germany, men and enterprises. In: Z.
Geophys. 393-398 (1970). Beiträge der deutschen Wissenschaft
seit Gauss zu Problemen der Geophysik.
Deacon, M.: Founders of marine science in Britain: the work of the
early fellows of the Royal Society. In: Notes and records of the
Royal Society of London, Jg. 20, 1965, Nr. 1, S. 28-50. Anhand der
Personen wird die Geschichte der Ozeanographie geschildert. Mit
vielen Bildern und Literatur.
The Earth Science in Canada. A centennial appraisal and forecast.
Toronto: Univ. of Toronto Press 1968. 259 S. (= Special
Publications 11). Symposiumsbericht. Starke Betonung der Geologie
und der Bergwerksgeophysik.
Flohn, H.: Probleme der geophysikalisch-vergleichenden Klimatologie
seit A. v. Humboldt. In: Berichte des Deutschen Wetterdienstes, Bd.
8, 1959, Nr. 59, S. 9-31. Mit reichen Literaturangaben wird die
Geschichte des Problems belegt.
German, S.: Das Potsdamer Schweresystem. Seine Geschichte bei den
internationalen Organisationen. In: Veröffentlichungen der
Deutschen Geodätischen Kommission. Reihe E, Heft 3.
München 1961, 20 S. Vor allem Protokolle der
Generalversammlungen der UGGI und für Mass und Gewicht.
Hassert, K.: Die Polarforschung. Geschichte der Entdeckungsreisen zum
Nord- und Südpol. München: Goldmann 1956. 290 S. (Aus
Natur und Geisteswelt 38). Ausführliche Geschichte mit
ausführlichen Literaturangaben.
Hellmann, G.: Repertorium der Deutschen Meteorologie. Leipzig:
Engelmann 1883. Katalog der Schriften, Erfindungen, Beobachtungen.
Spalte 869-974 geschichtlicher Abriss.
Hellmann, G.: Die Anfänge der magnetischen Beobachtung. In: Z.
Ges. Erdkunde, Berlin 1897, S. 112-136. In der Hauptsache wird
mittels Zitaten und Bildern die Geschichte der ersten Hälfte
des 16. Jahrhunderts geschildert.
Hellmann, G.: Beiträge zur Erfindungsgeschichte meteorologischer
Instrumente. In: Abhandl. Preuss. Akad. Wiss., Phys.-Math.
Klasse 1, 1-60 (1920). Sammlung von Zitaten aus alten Schriften
über Thermometer, Barometer, Regenmesser, Windfahne/-rose.
Hellmann, G.: Magnetische Kartographie in historisch-kritischer
Darstellung. Berlin: Behrend 1909 (= Abhandl. Kgl. Preuss.
Meteorolog. Inst. 1909, Bd. III, Nr. 3 = Veröffentlichungen
215), 61 S. Darstellung der Methoden (bis S. 29) und Bibliographie
der Karten, in der Hauptsache von 1700 bis 1910.
Hellmann, G.: Die Meteorologie in den deutschen Flugschriften und
Flugblättern des 16. Jahrhunderts. In: Abhandl. Preuss.
Akad. Wiss. Phys.-Math. Klasse 1, 196 (1921).
Hellmann, G.: Über den Ursprung der volkstümlichen
Wetterregeln. In: Sitz. Ber. Preuss. Akad. Wiss. 20, 148-170
(1923).
Hellmann, G.: Über die Kenntnis der magnetischen Deklination vor
Christoph Columbus. (Mit Nachtrag.) In: Meteorolog. Z. Jg. 23,
1906, S. 145-149; Jg. 25, 1908, S. 369. Anhand von Sonnenuhren der
vorkolumbischen Zeit wird der Beweis für die Kenntnis der
Missweisung geführt.
Hiller, W.: Geophysikalische Arbeiten und Untersuchungen in
Württemberg. Jahreshefte Ges. f. Naturkunde in
Württemberg, 1969, S. 58-64.
Hiller, W.: 150 Jahre Amtliche Statistik in Baden-Württemberg.
Stuttgart: Stat. Landesamt Baden-Württemberg, Geophys. Abt.,
S. 327-342.
Koll, K.: 60 Jahre Kontinentaldrift-Theorie. Zbl. Geol. Paläont.
150-186, 270-306 (1972).
Lenzen, V.F., Multhauf, R.P.: Development of gravity pendulums in the
19th Century. Washington: US Gov. Printing Office 1965 (=
Smithsonian Institute. Bulletin 240, Paper 44). S. 307-347.
Entwicklung der Pendel seit Galilei und ihre Anwendung. Viele
Bilder.
Nadji, M.: Karadjis "Erschliessung verborgener Gewässer".
In: Technikgeschichte, 1972, Nr. 1, S. 11-24. Karadji lebte in
Persien um 1000. In den hier vorgestellten Teilen seines Buches
behandelt der Autor vor allem die Hydrogeologie und die Gezeiten.
Naturforschung und Medizin in Deutschland 1939-1945 (= FIAT-Review),
Bd. 17 Geophysik (Hrsg. Bartels, J.) Wiesbaden: Dieterich 1948. 557
S. Bericht über die Entwicklung der Geophysik während des
Zweiten Weltkrieges mit Exkursen in frühere Zeiten.
Nicolle, J.: Sir Henry Cavendish (1731-1810), l' homme qui a
pesé la terre. Paris: Palais de la Dicouverte 1969 (= Les
Conférences du Palais de la Découverte, D 126), 26 S.
Biographie mit Bibliographie.
Oldroyd, D.R.: Robert Hooke's methodology of science as exemplified in
his "Discourse of earthquakes". In: British Journal for the History
of Science, 1972, Part 2, Nr. 22, S. 109-130.
Wissenschaftstheoretische Darstellung.
Poppe, K.: Über den Ursprung der Gravitationslehre. Jakob
Böhme, Henry More, Isaac Newton. In: Die Drei. 1964, Nr. 5, S.
313-340. Der aus anthroposophischer Sicht geschriebene Artikel
betont das Wirken Böhmes.
Prinz, H.: Fulminantes über Wolkenelektrizität. In: Bulletin
des schweizerischen elektrotechnischen Vereins, 1973, Nr. 1, S.
1-15. Geschichte der Blitzforschung. Etwas geänderte Fassung
des italienischen Artikels.
Prinz, H.: I mirabili artifici sperimentali dell1 elletricità
scillante. In: Museoscienza, 1972, Nr. 5, S. 3-26. Geschichte der
Blitzforschung.
Rüdiger, H.: Deutschlands Anteil an der Lösung der polaren
Probleme. In: Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft,
München, Bd. 7, 1912, S. 455-564. Bericht über
Organisationen, Expeditionen und Personen, mit Literaturangaben.
Schmidt, P.: Zur Geschichte der Geologie, Geophysik, Mineralogie und
Paläontologie. Bibliographie und Repertorium für die DDR,
Freiberg /Sa.: Bibliothek der Bergakademie 1970.
Shea, W.R.J.: Galileo's claim to fame: The proof that the earth moves
from the evidence of the tides. In: British Journal for the History
of Science, 1970, Part 2, Nr. 18, S. 111-127. Geschichtliche
Darstellung der Ansichten Galileos.
Störmer, C.: 25 Jahre Polarlichtforschung. In: Forschungen und
Fortschritte, 1930, Nr. 25, S. 321-322. Bericht über die
eigenen Forschungsarbeiten nach einem Vortrag in der Physikal. Ges.
Berlin.
Sweet, G.E.: The history of geophysical prospecting. Bd. 1 und 2. Los
Angeles: Science Press 1966 und 1970. Abdruck von Interviews und
anderen Quellen, vor allem zur Geschichte der
Erdölprospektion.
Tams, E.: Über die Wandlungen der Ansichten von der Entstehung
der Erdbeben seit A. v. Humboldt. In: Forschungen und Fortschritte,
1954, Nr. 8, S. 225-232. Die Wandlung wird vor allem auf Grund der
besseren Kenntnisse durch instrumentelle Beobachtungen verursacht.
Urbanitzky, A. v.: Elektrizität und Magnetismus im Altertume.
Wien: Hartlegen 1887 (= Elektrotechnische Bibliothek 34), 284 S.
Behandelt werden: Magnetismus, Bernstein, Nordlicht, Blitz und
Elmsfeuer, atmosphärische Elektrizität. Viele
Literaturangaben.
Watkins, N.D.: Review of the development of the geomagnetic polarity
time scale and discussion of prospects for its finer definition.
Geol. Soc. Amer. Bull. 83, 551-574 (1972).
Weissgerber, C.: Antike Quellen zur Geschichte des Vermessungswesens.
In: Der Vermessungsingenieur 1969, Nr. 5, S. 171-180. Der Artikel
behandelt Instrumente, Karten und Schrifttum der Ägypter,
Mesopotamier, Griechen und Römer.
Wiedemann, E.: Über Al Kindis Schrift über Ebbe und Flut.
In: Annalen der Physik 67, 374-387 (1922). Der Text des Werkes ist
mit Anmerkungen versehen abgedruckt. Al Kindi lebte Im 9.
Jahrhundert.
Wilson, C.A.: From Kepler's law, so-called, to universal gravitation:
empirical factors. In: Archive for History of Exact Sciences 6, Nr.
2, 89-170 (1970). Es werden insbesondere Arbeiten von Boulliau,
Boyle und Hooke besprochen.
4. Nachlässe, historische Instrumente und Aufzeichnungen
Nachlässe, die in Bibliotheken und Archiven gelagert sind, können aus vier Veröffentlichungen entnommen werden:
Denecke, L.: Die Nachlässe in den Bibliotheken der Bundesrepublik
Deutschland. Boppard 1969.
Gelehrten- und Schriftstellernachlässe in den Bibliotheken der
Deutschen Demokratischen Republik, Bd. 1.2. Berlin 1959 und 1968
(einschliesslich wissenschaftlichen Instituten und Museen).
Mommsen, W.A.: Die Nachlässe in den deutschen Archiven. Boppard
1971.
Repertorium der handschriftlichen Nachlässe in den Bibliotheken
und Archiven der Schweiz. Bern 1967.
Weiter liegen in vielen Instituten und in Firmenarchiven noch
wertvolle Bestände, die in diesen Werken nicht erfasst
wurden. Auf Grund der freundlichen Mitarbeit der verschiedenen
Institutionen ist es möglich, eine Übersicht über die
dort lagernden Bestände zu geben.
Fürstenfeldbruck; Geophysikalisches Observatorium Magnetischer Theodolit nach J. v. Lamont, 1853 (unvollständig). Elektrometer für luftelektrische Messungen nach Benndorf (1905 -1942 in Betrieb). Magnetische Beobachtungen in München 9.1.1841 - 31.12.1858 (stündlich bis mehrstündlich) von J. v. Lamont. Sonderdrucke von J. v. Lamont und C.W. Lutz. Erdmagnetische Regionalvermessung 2. Ordnung 1950-1968. Bayern. Protokolle von H. Burmeister. Dass. 1938-1941. Baden-Württemberg. Reichsvermessung (Erdmagnetismus) 1934/35, 1938. Protokolle von H. Burmeister. Erdmagnetische Vermessung Bayern. 1903-1909. Von J.B. MesserSchmidt. Erdmagnetische Registrierungen (photo-optisch) München 1898-1927; Maisach 1931-1937. Seismogramme (Russ-Schrieb) München-Bogenhausen 1905-1944; Bergwerk Hausham 1914-1923; Hof 1909-1918. Weitere Angaben finden sich in: Zum 125jährigen Bestehen der Observatorien München-Maisach-Fürstenfeldbruck. München: Geophysikalisches Observatorium Fürstenfeldbruck der Ludwig-Maximilians-Universität München 1966. Göttingen: Institut für Geophysik Briefwechsel E. Wiechert (u.a. mit A. Sommerfeld). Sonderdrucksammlung von E. Wiechert und L. Mintrop. Erdmagnetische Beobachtungen (Deklination) an verschiedenen europäischen Stationen 1834-1861. (Beobachtungsprotokolle des "Magnetischen Vereins in Göttingen", Gauss-Weber.) Seismogramme der Observatorien Apia/Samoa (1903-1913); Clausthal (1906-1913, 1916-1920); Helgoland (1907-1914, 1927-1936); Tsingtau (1908-1909); Göttingen (1903ff). Magnetogramme von Apia (1909-1912, H und 0); Göttingen (1955ff). Luftelektrische Registrierungen von Apia (1906-1913). Temperaturregistrierungen von Apia (1907-1912). Geodätische und erdmagnetische Originalgeräte aus der Zeit von C.F. Gauss und W. Weber. Von E. Wiechert erbaute Seismographen: 17-Tonnen-Pendel (17.400 kg), astatischer Horizontalseismograph (1.200 kg), astatischer Vertikalseismograph (1.300 kg). Hamburg: Geophysikalisches Institut Seismogramme Hamburg 1905-1942, 1952ff. Seismogramme Helgoland 1941-1943. Bibliothek von R. Schutt mit z.T. sehr alten Büchern über Seismik. Astatischer Wiechert-Horizontalseismograph (1905), 1.000 kg. Astatischer Wiechert-Vertikalseismograph, 1.250 kg. Hamburg: Deutsches Hydrographisches Institut Zwei Gezeitenrechenmaschinen: Erster Typ, Baujahr 1915/16, erbaut von Fa. Otto Toepfer u. Sohn, Potsdam, für das Marineobservatorium Wilhelmshaven. Die Maschine berücksichtigt 20 Partialtiden. Zweiter Typ, Baujahr 1938. Diese Maschine berücksichtigt 62 Partialtiden. Im Erdmagnetischen Observatorium Wingst: Erdmagnetische Registrierungen aus Wilhelmshaven: 5 Magnetogramme (D und H] gestörter Tage aus den Jahren 1892 und 1894. 10 Magnetogramme ruhiger und gestörter Tage aus den Jahren 1909 und 1917 (D und H). 3 Magnetogramme mit Erdbeben aus den Jahren 1885, 1886, 1892 (D und H). Sämtliche Magnetogramme D, H, Z vom 1.1.1931 - 15.1.1937. Erdmagnetische Registrierungen aus Wingst. Sämtliche Magnetogramme D, H, Z vom 1.1.1938 ab bis heute. Messprotokolle: Deklinationsbestimmungen Nordsee 1894-191 o. Doppelkompassmessungen 1934-1936 Nord- und Ostsee, Vermessungsschiff "Geeste". Sammlung wichtiger Daten und Angaben über Erdmagnetismus aus dem Kaiserlichen Observatorium Wilhelmshaven Absolute magnetische Beobachtungen 17.10.1908 bis 17.3.1913. Alte Instrumente der Deutschen Seewarte (Baujahr um die Jahrhundertwende und später), Deviationsmagnetometer. Deklinatorien und Reisetheodolite. Der Meridiankreis des Marineobservatoriums Wilhelmshaven, erbaut ca. 1880, steht im Institut für Angewandte Geodäsie, Frankfurt/M. Hannover: Prakla-Seismos Mintrop-Station der zwanziger Jahre. Thyssen-Gravimeter. Reflexionsgeophone und Oszillographen der Vorkriegszeit. Berichte und Beobachtungen können nur nach Rücksprache mit den Auftraggebern eingesehen werden. Karlsruhe: Geodätisches Institut - Erdbebenwarte Briefwechsel des Naturwissenschaftlichen Vereins in Karlsruhe über die Entstehung der Erdbebenwarte am Geodätischen Institut der Technischen Hochschule (jetzt Universität) Karlsruhe (um 1900). Briefwechsel Geh. Hofrat Prof. Dr. M. Haid, u.a. mit Prof. Dr. F.R. Helmert, Dr. C. Mainka und R. v. Sterneck (1883-1915). Tagungs- und Jahresberichte verschiedener Erdbebenstationen von 1905-1916 (lückenhaft), u.a. Kaiserliche Hauptstation für Erdbebenforschung zu Strassburg, Hauptstation für Erdbebenforschung am Physikalischen Staatslaboratorium zu Hamburg. Entwurf einer Geschäftsordnung (1911) der Kaiserlichen Hauptstation für Erdbebenforschung in Strassburg. Unterlagen über den Makroseismischen Dienst in Baden (1880-1943, lückenhaft). Beobachtungsprotokolle und Berechnungsunterlagen über relative Schweremessungen im südwestdeutschen Raum und u.a. in Potsdam, Paris, Padua, Wien, München (1897-1905). Unterlagen über Messungen von Erdgezeiten (1907-1912) und Berechnungen des Starrheitskoeffizienten der Erde (Prof. Haid). Erster Vier-Pendelapparat nach Prof. Haid zur Messung relativer Schwerewerte, gefertigt 1895 von C. Bamberg, Berlin. Horizontalpendel nach Prof. Hecker (ein Zwei-Komponenten- und ein Ein-Komponentengerät), gefertigt um 1900 von Fechner, Potsdam. Ausserdem zahlreiche historische geodätische und geodätisch-astronomische Instrumente. Kiel: Institut für Geophysik Seismogramme der Erdbebenstation Helgoland 1960ff. München: Deutsches Museum Geräte und Instrumente (auch nachgebaute) zur Geophysik aus allen Zeiten, u.a. Mintrop-Station der zwanziger Jahre. Nachlass Alfred Wegener: Tagebücher, Zeichnungen und Briefe. Nachlass Zenneck: Messprotokolle und Messungen der Ionosphäre, Briefe u.a. (unbearbeitet). Nachlass Helmholtz: Briefe und andere Papiere. Nachlass W. Jordan: Briefe und andere Papiere. Münster/Westf.: Institut für Geophysik Deutsches Archiv für Polarforschung. Literatur. Ergebnisse der Expeditionen aus den Jahren 1870-1918 (1. Internationales Polarjahr; Scott, Nansen, Shackleton, Filchner, v. Drygalski). Expedition nach Grönland (Wegener 1929/31). Expedition in die Antarktis (Schwabenlandexpedition 1938/39). Nachlass J. Georgi: Bildmaterial der Wegener-Expedition 1929/31. Stuttgart: Institut für Geophysik Seismogramme der Stuttgarter Erdbebenstation. 17-Tonnen-Seismograph (Standort: Keller der Villa Reitzenstein).