Zur Geschichte der Geophysik

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Zur Geschichte der Geophysik in Deutschland

Jubiläumsschrift zur 75jährigen Wiederkehr der Gründung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft

Herausgegeben von
H. Neunhöfer     M. Börngen     A. Junge     J. Schweitzer
im Auftrag der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft
Hamburg 1997

Impressum

Herausgeber im Auftrag des Vorstandes der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG):
H. Neunhöfer, Jena
M. Börngen, Leipzig
A. Junge, Frankfurt am Main
J. Schweitzer, Bochum

Layout: Ch. Lidzba, Frankfurt am Main
Druck: F.-M. Druck, Karben

Geschäftsstelle der DGG:
H. Wiederhold (Schriftführerin)
Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung
- Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben -
Stilleweg 2, 30655 Hannover
e-mail: dgg@bgr.de
DGG-Homepage: http:// www-seismo.hannover.bgr.de/dgg/dgg.html


Vorwort

Am 9 Dezember 1993 traf sich auf Einladung des damaligen Vorsitzenden (R. Hänel) in Hannover eine kleine Gruppe von historisch interessierten Mitgliedern, um darüber zu beraten, wie der 75. Jahrestag der Gründung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft geeignet gestaltet werden kann. Es wurde der Ad-hoc-Arbeitskreis '75 Jahre DGG' gegründet, dem das Ausarbeiten von Vorschlägen dazu übertragen wurde. Sehr bald kristallisierte sich ein kleiner Kreis von Personen heraus. der sich dieser Aufgabe annahm. Ganz am Anfang schon wurde die Idee geboren, anlässlich des Jubiläums eine Jubiläumsschrift herauszugeben. Bei dieser Entscheidung stand die Erinnerung an eine ähnliche Schrift Pate, die zum 50jährigen Jubiläum erfolgreich herausgebracht worden war.

Die Jubiläumsschrift sollte einen geschichtlichen Überblick enthalten bis in die Gegenwart. Nicht viel später wurde vom Vorstand der DGG auch die Idee einer Denkschrift aufgenommen, die sich ausgehend von der Gegenwart mit den Zukunftsperspektiven der Geophysik beschäftigen soll. Beide Schriften zusammen sollen somit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ansprechen.

Der Rahmen, der für die Jubiläumsschrift gefunden wurde, sah insbesondere vier Schwerpunkte vor:

- Die Geschichte der DGG ist zu aktualisieren, indem vor allem die an Ereignissen reichen letzten 25 Jahre aufgenommen werden; nach Möglichkeit sind auch Ergänzungen vorausgegangener Darstellungen angestrebt.

- Den geophysikalischen Instituten und Institutionen wird die Möglichkeit gegeben, ihre eigene Geschichte darzustellen. Das erscheint zum jetzigen Zeitpunkt fast zwingend zu sein, da an einer Reihe von Einrichtungen personelle Wechsel stattgefunden haben, die einen Rückblick auf das erfolgreiche Wirken verdienstvoller Persönlichkeiten nahelegen.

- Besonders in den letzten 25 Jahren wurden in der deutschen Geophysik auch Grossprojekte angegangen. Eine Auswahl wird in einem weiteren Abschnitt beschrieben.

- In Anlehnung an die Festschrift zum 50jährigen Gründungsjubiläum wird schliesslich noch ein Kapitel zu geophysikalischen 'Detailthemen' vorgesehen. In ihm werden auch Beiträge aufgenommen, die Traditionslinien bzw. Arbeiten betreffen, die in der früheren DDR aufgenommen worden waren und z.T. keine direkte Fortsetzung an einer Nachfolgeinstitution gefunden haben.

Nachdem die Konzeption feststand, wurden die Mitglieder der Gesellschaft auf vielfältige Weise um Beiträge gebeten; es wurde darum auf Mitgliederversammlungen und in den Mitteilungen der DGG geworben; in manchen Fällen wurden die Autoren direkt angesprochen. Die Resonanz war ausgesprochen gut, und den Autoren gebührt der Dank für ihre Beiträge.

Der Ad-hoc-Arbeitskreis hat sich bemüht, die Jubiläumsschrift so ausgewogen wie möglich zu gestalten und dem Anlass gerecht zu werden. Die redaktionelle Bearbeitung der Beiträge wurde von einigen Mitgliedern des Ad-hoc-Arbeitskreises übernommen, die Herausgabe erfolgt zusammen mit dem Herausgeber der Mitteilungen der DGG. Ausser einer oberen Grenze für den Umfang wurde den Autoren bei der Gestaltung ihrer Beiträge freie Hand gelassen. Die Herausgeber sind den Autoren für ihre Mitarbeit und ihre Disziplin dankbar, aber auch für die Bereitschaft, in einigen Fällen im Interesse einer Angleichung Modifikationen vorzunehmen. Die Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge selbst verantwortlich.

Der Umfang der Festschrift durfte nicht ausufern. Deshalb konnte vor allem in den Kapiteln 2 bis 4 keine Vollständigkeit angestrebt werden. Das bedeutet auch, dass nicht alle Institute, an denen Geophysik gelehrt wird, mit einem Beitrag zu ihrer Geschichte vertreten sind.

In einer so schnellebigen Zeit wie der, in der wir uns heute zweifelsohne befinden, ist es das Anliegen des vorliegenden Bandes, darauf hinzuweisen, dass es einer erfolgreichen, zukunftsorientierten Wissenschaftsdisziplin angemessen ist, sich ihrer Wurzeln zu erinnern, auf denen der heutige Kenntnisstand aufbaut, und auch zu verstehen, wie unsere heutigen Strukturen entstanden sind.

H. Neunhöfer Leiter des Arbeitskreises "75 Jahre DGG"

F.M. Neubauer Vorsitzender der DGG