Änderungen
bei den Herausgebern des Geophysical Journal International
H. Schmeling,
Frankfurt am Main
Die DGG gibt gemeinsam mit der Royal Astronomical
Society (RAS) und der European Geophysical Society (EGS) die wissenschaftliche
Zeitschrift "Geophysical Journal International" (GJI) heraus. Seit
1981 ist die Geschichte dieser Zeitschrift - früher noch separat von den einzelnen
Gesellschaften herausgegeben - eng mit Gerhard Müller verbunden. Müller stieß
1981 zum Editorial Board der damals noch unter "Journal of Geophysics
- Zeitschrift für Geophysik" bekannten Zeitschrift der DGG. Er wurde
1983 einer der Managing Editoren und übernahm 1988 die DGG-Herausgeberschaft
der dann als "Geophysical Journal International" zusammengeschlossenen
DGG-, RAS- und EGS-Zeitschriften. Mit viel persönlichem Engagement editierte
er die Artikel, immer kritisch und konstruktiv, und trug dadurch wesentlich
zum hohen Ansehen der Zeitschrift bei. Ein nicht wegzudenkender Bestandteil
der DGG-Mitgliederversammlungen waren Müllers Berichte zum GJI. Berüchtigt
war seine Tabelle mit den Zahlen der eingereichten, angenommenen und abgelehnten
Manuskripte, die jedes Jahr um die gerade aktuelle Spalte ergänzt wurde. Ab
Mai dieses Jahres hat sich Müller nun als Herausgeber zurückgezogen, und ich
selbst, vorher schon auf dem Editorial Board, habe die DGG-Herausgeberschaft
übernommen. Wir alle danken Herrn Müller für seine hervorragende Arbeit während
seiner langen Jahre als Herausgeber.
Auch auf dem Editorial Board der deutschen Editoren haben sich Veränderungen
ergeben. So hat H. Soffel den Bereich Gesteinsmagnetismus/Paläomagnetismus
übernommen. Eine weitere Öffnung in Richtung Angewandte Geophysik und Fluidprozesse
in der Kruste haben wir durch die Nominierung von H.-J. Kümpel als Editor
vorgenommen. Angaben zu den Arbeitsgebieten der übrigen deutschen Editoren
K. Bahr, G. Bock und M. Korn findet man im Internet, am besten über die DGG-Webseiten
zum GJI.
Wir möchten auch weiterhin das hohe Niveau des
Journals wahren und werden durch kritisches Editieren und Zusammenarbeit mit
kompetenten Reviewern unser Bestes dazu tun. An dieser Stelle möchte ich gerade
den Reviewern danken, ohne deren zeitaufwendige Arbeit ein gutes Journal undenkbar
wäre. Letztlich tragen ja die Reviewer einen nicht unwesentlichen Teil der
Verantwortung für eine gute Wissenschaft an unseren Instituten.
Es sei noch einmal daran erinnert, dass das
Journal inhaltlich den Autoren aller Fachrichtungen der Geophysik offensteht.
Es können originale wissenschaftliche Arbeiten, Fast track papers, Research
notes, Letters und Buchbesprechungen aus allen Bereichen der theoretischen,
numerischen, angewandten und beobachtenden Geophysik eingereicht werden.