Preisträger “Vortrags- und Posterbewertung” - 60. Jahrestagung der DGG in München

 

W. Webers, Potsdam


Anläßlich der diesjährigen 61. Jahrestagung in Frankfurt/M. wurden vom Vorstand der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft herausragende Beiträge junger Autoren zur vorausgegangenen Jahrestagung in München mit einer Urkunde gewürdigt und mit einer finanziellen Anerkennung prämiert:

 

Frau Barbara Schechinger, Karlsruhe für ihren Vortrag: Schechinger , B. (Karlsruhe); Achauer, U. (Strasbourg): Untersuchung der    3D Vp-Verteilung unter dem Vesuv mit den zwei Inversionsmethoden ACH und SIMUL.

 

Frau Sabine Hunze, Hannover für ihren Vortrag: Hunze, S.; Bücker, Ch. (Hannover), Brückmann, W. (Kiel): Einblicke in die sedimentphysikalische Struktur des Barbados Akkretionskeils (ODP Leg 171 A) anhand von Logging While Drilling Daten.

 

Frau Tanja Petersen, Kiel für ihr Poster: Petersen, T.; Broser, A.; Riedel, C.; Theilen, F. (Kiel): Reflexionsseismische Messungen nördlich von Island Teil 2: Anzeichen für eine Magmakammer.

Frau Yvonne Hofmann, Jena für ihr Poster: Hofmann, Y. (Jena); Abrahamsen, N. Aahus); Dittrich, G. (Leipzig); Frandsen, J. (Kopenhagen); Koppelt, U. (Leipzig); Kroner, C. (Jena): Geophysikalische Verfahren in der Archäologie: Untersuchungen im Bereich der Festung Kalo, Dänemark.

 

Der Bewertung liegen die Kriterien “Wissenschaftlicher Gehalt und Originalität”, “Klarheit der textlichen und bildlichen Darstellungen” sowie “Verständlichkeit für auf Nachbargebieten arbeitende Kolleginnen und Kollegen” gleichgewichtig zugrunde; die Preisträger dürfen außerdem nicht älter sein als 35 Jahre. Die Auszeichnung der Preisträger erfolgte in der Eröffnungsveranstaltung am 19. März 2001. Mit den Preisen werden auch die Arbeitsgruppen geehrt, aus deren Umfeld die Arbeiten entstammen.

 

Die Preisträger haben die Möglichkeit, ihre Arbeiten in den DGG-Mitteilungen ab-zudrucken.


 

DGG - Kolloquium 2002:

Neue Aspekte der Explorations- und Produktionsgeophysik

 

A. Schuck, Leipzig

 


Anlässlich der 62. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft in Hannover veranstaltet der Arbeitskreis “Angewandte Geophysik“ am Mittwoch, dem 06.03.2002, sein mittlerweile traditionelles Kolloquium. Den Schwerpunkt Angewandte Geophysik der kommenden Tagung unterstützend, diesmal mit dem Thema : Neue Aspekte der Explorations- und Produktionsgeophysik. E&P ist sicher der Bereich, der weltweit die meisten Geophysiker beschäftigt, in der universitären Ausbildung jedoch noch nicht den entsprechenden Stellenwert hat. Zielsetzung des Kolloquiums ist daher eine weiterführende Information aller Geophysiker. Dazu wurden vier aktuelle Themen ausgewählt:

 

1.       Reservoirseismik und Reservoirmanagement

2.       Gesteinsphysik und ihre Bedeutung in der seismischen Interpretation

3.       Neue Entwicklungen in der Bohrlochgeophysik: Logging while Drilling und Bohrloch NMR

4.       Die gemeinsame Interpretation seismischer und gravimetrischer Daten in der Kohlenwasserstoffexploration

 

Alle Vortragende kommen diesmal aus “der Industrie“ und sind profunde Kenner und Anwender der jeweils vorgestellten Methoden. Eingeplant sind Herr Krajewski von Preussag Energie, Lingen, Frau Wulff von Jason, Rotterdam, Herr Kruspe von Baker Hughes, Celle, sowie die Herren Henke und Krieger von RWE-DEA bzw. Terrasys, Hamburg. Jeder Vortrag wird 45 Minuten dauern, daran wird sich eine viertelstündige Diskussion anschließen. Die Vorträge werden in einem Sonderband der Mitteilungen der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft erscheinen.

 

Bitte nutzen Sie die Möglichkeit zur Bestellung des Sonderbandes und zur Anmeldung zum Kolloquium in den Tagungsankündigungen in der Mitte dieses Heftes.


 

 

Zum 70. Geburtstag von Peter Giese

 

P. Röwer & P.J. Wigger, Berlin

 


Am 6. August 2001 beging der langjährige Chef der Geophysik an der Freien Universität Berlin (FUB), Prof. Dr. Peter Giese, seinen 70. Geburtstag. Obwohl schon seit einigen Jahren emeritiert, hat er als einer der letzten Ordinarien alter Prägung der FUB weiterhin das Recht, aktiv am Institutsgeschehen teilzunehmen und davon macht er auch regen Gebrauch. So kann man also sagen: 70 Jahre, zunehmend weiser, aber nur ganz wenig müde.

 

Aus Anlass seines runden Geburtstages sollen hier einige Stationen seines Lebens und wissenschaftlichen Wirkens kurz erwähnt werden.

Der gebürtige Berlin-Kreuzberger ging hier auch zur Schule und machte im Jahre 1950 sein Abitur. Zur Geophysik kam er erst auf Umwegen, sozusagen als Seiteneinsteiger, was für sein ganzes wissenschaftliches Leben von erheblicher Bedeutung werden sollte. Da ein Geophysikstudium in Berlin zu der Zeit nicht möglich war, studierte er zunächst an der FUB bei Max Richter Geologie (Diplom 1954) und wechselte danach in München zur Geophysik, wo er im WS 1956/57 bei Hermann Reich mit einer Arbeit über Rayleih-Wellen promovierte. Danach folgte eine zweijährige Tätigkeit bei der Prospektionsfirma Deilmann, die ihn u.a. auch in die Türkei führte.

Ab April 1959 war Herr Giese dann wissenschaftlicher Assistent am Institut für Geophysik der Universität München, wo Gustav Angenheister den inzwischen emeritierten Hermann Reich als Ordinarius abgelöst hatte. Sein bevorzugtes Forschungsgebiet wurde die Refraktionsseismik mit Schwerpunkt im Alpenraum. An mehreren nationalen und internationalen Forschungsprojekten, z.B. dem DFG-Programm „Erkundung des tieferen Untergrundes von Mitteleuropa“ und dem „International Upper Mantle Project“ war er in führender Position beteiligt, wobei er in der Auswertung und Interpretation der Meßergebnisse z.T. neue Standards setzte.

Seine bisherigen Arbeiten in der Refraktionsseismik kulminierten in der 1968 in Berlin veröffentlichten Habilitationsschrift: „Versuch einer Gliederung der Erdkruste im nördlichen Alpenvorland, in den Ostalpen und in Teilen der Westalpen mit Hilfe charakteristischer Refraktions-Laufzeit-Kurven sowie eine geologische Deutung“.

Das von ihm vorgestellte Krustenmodell für die Alpen hat bis heute Bestand. An der FU-Berlin war Peter Giese im SS 66 habilitiert worden, verbrachte dann einige Jahre hier als Gast- und Privatdozent und wurde im SS 70 Nachfolger von Klaus Strobach auf dem Lehrstuhl für Geophysik.

Durch seine umfassende geowissenschaftliche Bildung war Peter Giese geradezu dafür prädestiniert, die Re-Integration der einzelnen Disziplinen der Geowissenschaften in Forschung und Lehre (Studienreform an der FUB) voranzutreiben. Er initiierte und beteiligte sich weiter an zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten. Zusammen mit Claus Prodehl (geb. 6. Aug. 1936!) und Albert Stein gab er 1976 für die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft das Buch „Explosion Seismology in Central Europe“ heraus. Ab 1982 leitete Peter Giese gemeinsam mit Stephan Müller und anderen das Projekt „Europäische Geotraverse“ (EGT) zur Untersuchung der kontinentalen Lithosphäre von Nordskandinavien bis Tunesien.

 

Erwähnt seien ferner die Mitarbeit in der Steuerungsgruppe des DEKORP-Programms, sowie bei der Vorbereitung der kontinentalen Tiefbohrung (KTB) in der Oberpfalz. Besonders am Herzen lag ihm immer die Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe „Seismische Feldmessungen und Auswertung“ (ASFA), deren Mitbegründer und jahrelanger Vorsitzender er war.

1980 war Peter Giese Mitveranstalter des „Internationalen Alfred Wegener Symposiums“ in Berlin anlässlich dessen 100. Geburtstages, einer weltweit beachteten wissenschaftlichen Großveranstaltung. In der neugegründeten „Alfred Wegener-Stiftung“ war er 1984/85 deren Vorsitzender.

 

Ab Anfang der achtziger Jahre verlagerte Peter Giese seinen Forschungsschwerpunkt mehr und mehr auf die Kontinentalränder. Er initiierte die DFG-Forschergruppe „Mobilität aktiver Kontinentalränder“ mit Arbeiten im Atlas-System und in den zentralen Anden. Danach war er der Motor für die Schaffung des DFG Sonderforschungsbereiches 267 “Deforma-tionsprozesse in den Anden”, der bis heute existiert, und deren Sprecher Peter Giese bis zu seiner Emeritierung war.

An der geowissenschaftlichen Wieder-vereinigung von Ost und West war er als Vorsitzender des Gründungskommitees für das GeoForschungsZentrum in Potsdam (GFZ) maßgeblich beteiligt.

 

Ein Beleg dafür, daß auch die Geologen seine Leistungen für die Geowissenschaften entsprechend würdigen, ist die Verleihung der Gustav Steinmann-Medaille durch die  Geologische Vereinigung an Peter Giese im Jahre 1997.

Die Autoren, sowie eine Vielzahl seiner ehemaligen Mitarbeiter, Kollegen und Schüler gratulieren Peter Giese ganz herzlich und wünschen ihm noch viele Jahre hier auf der „festen“ Erde, auf der er sich so sehr gut auskennt


 

 


Wege zur Endlagerung – Zweiter Workshop des AKEnd am 28. / 29. September 2001 in Mörfelden – Walldorf

 

G. Jentzsch, Jena



Der Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AKEnd) wurde seitens des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Februar 1999 eingerichtet und hat derzeit 16 Mitglieder, Fachleute aus den Bereichen Geowissenschaften, Chemie, Physik, Mathematik, Bergbau, Deponietechnik, Ingenieurwesen und Öffentlichkeitsarbeit, die ein weites Spektrum der in der Fachwelt zu diesem Thema vorhandenen Auffassungen vertreten.

 

Die Aufgabe des Arbeitskreises ist die Entwicklung von Kriterien für die Durchführung eines Auswahlverfahrens, nicht aber die Suche nach dem Endlager für radioaktive Abfälle selbst. Die laufenden Arbeiten werden als Phase I benannt, in der die Kriterien entwickelt und bereits mit Teilen der Öffentlichkeit (Interessenverbänden, gesellschaftlichen Grup-pen, etc.) diskutiert werden. Eine Bewertung der Standorte Gorleben und Konrad ist ausdrücklich nicht Aufgabe des Arbeitskreises.

 

Nach Vorlage des Abschlussberichtes Ende 2002 soll dann die Phase II beginnen, in der diese Kriterien ausführlich öffentlich diskutiert und politisch umgesetzt werden sollen: Damit soll ein nachvollziehbares Auswahlverfahren auf der Grundlage wissenschaftlich fundierter Kriterien auf eine gesetzliche Grundlage gestellt werden. Die Diskussion mit der nationalen und internationalen Fachwelt und mit der interessierten Öffentlichkeit soll die Transparenz des Verfahrens und die Akzeptanz für spätere Standortentscheidungen schaffen. Erst nach Abschluss dieses Prozesses kann in einigen Jahren im Rahmen der Phase III ein Standortauswahlverfahren durchgeführt werden. Ziel ist es, etwa im Jahre 2030 ein Endlager für radioaktive Abfälle verfügbar zu haben.

Der Arbeitskreis mit seinen Arbeitsgruppen Kriterienentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit hat sich nach grundsätzlichen konzeptionellen Arbeiten zunächst mit Ausschlusskriterien befasst, die dazu dienen, ungeeignete Gebiete zu benennen. Hierzu zählen sowohl geowissenschaftliche Kriterien, wie z.B. Erdbebengefährdung, Vulkanismus, aktive Störungssysteme, als auch sozio-ökonomische Kriterien (u.a. Bevölkerungsdichte). Die derzeitigen Arbeiten konzentrieren sich auf die Wirtsgesteine, also Salzformationen, Tonstein, Granit. Hierbei gehen auch die Erfahrungen ein, die in anderen Ländern gesammelt worden sind. Deshalb besichtigte der Arbeitskreis die Forschungsarbeiten in der Schweiz und in Schweden, während eine kleinere Gruppe den Endlager-Standort Yucca Montain (Nevada / USA) besuchte.

 

Ein wesentliches Element der Standortsuche ist die Beteiligung der Öffentlichkeit sowohl an der Festlegung der Verfahrensregeln als auch an der späteren Durchführung des Auswahlverfahrens. Damit soll gewährleistet werden, dass der gesamte Prozess transparent und nachvollziehbar abläuft und dabei deutlich wird, dass keinerlei Vorentscheidungen das Verfahren beeinflussen. Der Arbeitskreis führt daher im Rahmen seiner etwa zweimonatlichen Sitzungen Gespräche mit Interessenverbänden, gesellschaftlichen Gruppen, Kirchen und Parteien, um einerseits über seine Arbeit zu informieren, andererseits aber auch um seine Ergebnisse zu diskutieren und Anregungen und Meinungen aufzunehmen.

 

Im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeitet veranstaltet der Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte seinen 2. Workshop - Wege zur Endlagerung am 28. und 29. September 2001 in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt/Main. Dabei sollen erste Ergebnisse vorgestellt und die weiteren Arbeiten diskutiert werden. Weitere Informationen lassen sich unter www.akend.de im Netz finden.


Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel zum Direktor des Instituts für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben, Hannover, bestellt.

 

K. Bram 1 , GGA Hannover

 


Am 26. Juli 2001 hat Frau Dr. S. Knorre, Nieders. Ministerin für Wirtschaft, Technik und Verkehr, in einem Festakt vor zahlreichen Gästen aus Wissenschaft und Politik Herrn Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel in sein neues Amt als Direktor des Instituts für Geowissen-schaftliche Gemeinschaftsaufgaben (GGA-Institut) eingeführt. In ihrer Ansprache betonte sie, daß damit genau 18 Monate nach Institutsgründung (DGG -Mittlg. 2/ 2000) die letzte offene Forderung des Wissenschaftsrates als Ergebnis eines fast vierjährigen Evaluierungsprozesses erfüllt wurde. In Verbindung mit der Institutsleitung hat Herr Kümpel nach einem gemeinsam mit der TU Clausthal erfolgten Berufungsverfahren den Ruf auf eine C4-Professur "Modellierung von Geosystemen" an der TU Clausthal angenommen.

 

Der neue Direktor, ein gebürtiger Südniedersachse, wuchs in Essen auf. Sein Studium begann er zunächst in Freiburg/Br., wo er 1973 als Abschluss einen Baccalaureus in Mathematik erwarb. Er wechselte anschließend an die Universität Kiel, um dort Geophysik mit den Nebenfächern Geologie, Angewandte Physik und Ozeanographie zu studieren. Als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) verbrachte er zwei Auslandssemester an der Universität Nizza. Dem 1977 abgelegten Diplom in Geophysik folgte 1982 die Promotion und 1983 ein weiterer einjähriger Auslandsaufenthalt, diesmal als Postdoc-Stipendiat im ostkanadischen Halifax. 1989 habilitierte Kümpel mit einem Thema, das ihn nach wie vor wissenschaftlich beschäftigt: Wechselwirkungen zwischen Druckänderungen im Grundwasser und dem umgebenden Gebirge. Im Zusammenhang mit seinen Forschungsaktivitäten nahm er an internationalen Projekten in Indien, Indonesien, Kanada, Russland, der Türkei und Ungarn teil. Weitere Lehr- und Forschungsaufenthalte führten ihn nach Algerien, Bulgarien, Japan und Kamerun. Der jetzt Fünfzigjährige lehrte bis zum Beginn seiner neuen Aufgabe am GGA-Institut neun Jahre als C3-Professor für Angewandte Geophysik an der Universität Bonn.

 

Anerkennende Worte fand Frau Ministerin Dr. Knorre auch für die Solidarität der Geogemeinschaft in Deutschland, die mit dazu beitrug, daß die durch das neue Konzept dokumentierte länderübergreifende, zukunftsorientierte geowissenschaftliche Forschung am GGA-Institut bei Bund und Ländern für unverzichtbar angesehen wird. Herr MDg Hartmut Schneider, Unterabteilungsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, unterstrich das Interesse des Bundes an den Ergebnissen der Forschungstätigkeiten des GGA-Institutes insbesondere zu aktuellen energiewirtschaftlichen und rohstoffwirtschaftlichen Fragen, zu denen vor allem auch die Nutzung von Grundwasserressourcen gehören. Aufgrund seiner neuen Struktur kooperiere das GGA-Institut nicht nur mit den staatlichen geologischen Diensten und den Hochschulen, sondern sollte auch alle Möglichkeiten nutzen, Projektpartnerschaften mit der Privatwirtschaft zum beiderseitigen Nutzen einzugehen.

 

Projektpartnerschaften zur Erzielung größtmöglicher Synergien im Forschungsbereich sind auch erklärtes Ziel der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, kurz der Leibniz-Gemeinschaft. In ihr sind die Blaue-Liste Institute zusammengeschlossen. Die Geowissenschaften sind dort hauptsächlich durch das GGA-Institut vertreten. Prof. Nuissl von Rein, Vizepräsident der Leibniz-Gemeinschaft, verwies auf eine beispielhafte und sehr erfolgreiche Partnerschaft im Projekt "Grube Messel" zwischen dem ebenfalls der Leibniz-Gemeinschaft angehörenden Forschungsinstitut Senckenberg und dem GGA-Institut. Er erinnerte aber auch daran, daß die Qualität der Forschung einer ständigen Evaluierung unterworfen sein wird.

 

In ihren Grußworten brachten alle Redner die Freude und Genugtuung zum Ausdruck, daß mit der nun erfolgten Bestellung des Direktors die Beständigkeit in der Verfolgung des Ziels zum Erfolg führte. Eine Beständigkeit, an der nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GGA-Institutes ihren Anteil hatten, sondern vor allem auch der Wille und die Leistung des seit 1999 kommissarisch die Leitung ausübenden Direktors, Prof. Dr. Hans-Jürgen Dürbaum. Obwohl bereits seit einigen Jahren im Ruhestand und seiner für einen rüstigen Pensionär immer noch starken Einbindung in die geowissenschaftliche Forschungslandschaft, hatte er sich nicht gescheut, die schwierige Aufgabe eines Interimdirektors zu übernehmen. Für diese Leistung überreichte ihm Frau Dr. Knorre im Auftrag des Ministerpräsidenten von Niedersachsen unter großem Beifall der Festgäste das Verdienstkreuz erster Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens.

 

Während Herr Dürbaum nun in seinem zweiten Ruhestand, ausgerüstet mit einem Satz modernster Alpenvereinskarten und technischer Orientierungshilfen, die ihm seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Abschied überreichten, seiner Wanderleidenschaft frönen kann, wird das GGA-Institut die Herausforderung annehmen, auch in Zukunft Spitzenforschung zu erbringen und sich dadurch in der geowissenschaftlichen Landschaft zu behaupten.


 


Eine offensichtlich erheiternde Bemerkung eines Festredners bringen Frau Ministerin Dr. Knorre und Herrn Prof. Kümpel zum Schmuzeln.

 



Frau Ministerin Dr. Knorre überreicht Prof. Dürbaum das Verdienstkreuz erster Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens.




1 k.bram@gga-hannover.de