Zeitliche Schwereänderung und glazio-isostatische Ausgleichs-bewegung am Vatnajökull, Südost-Island

 

Stefan Bürger 1), Wolfgang R. Jacoby 2), Jan Hagedoorn 3), Detlef Wolf 3)

 

1) Max-Planck-Institut für Chemie, D-55128 Mainz, Germany

2) Institut für Geowissenschaften, Universität Mainz, D-55099 Mainz, Germany

3) GeoForschungszentrum Potsdam (GFZ), D-14473 Potsdam, Germany

 

Abstract

 

Temporal gravity change has been measured near the shrinking Vatnajökull ice shield in SE Iceland . Near the ice edge gravity decreases (–4 ± 2 Gal/a) relative to distant points. Modelling of a viscoelastic layered earth with two plausible loading-time functions suggests a 10 – 15 km thick elastic lithosphere, an asthenosphere viscosity of 3 ´ 1017 – 1018 Pa.s, extending to ~ 180 km depth. The remaining misfit suggests strong unloading near the ice edge, more than suggested by an equilibrium load function.


1. Einleitung


Die Klimaerwärmung bewirkt das Ab-schmelzen von Eiskappen. Die zeitlich veränderlichen Lasten wirken auf die Lithosphäre als natürliche Experimente. In Mainz wird seit mehr als 10 Jahren ein solches Experiment in "glazialer Isostasie" am schrumpfenden Vatnajökull in Südost- Island zunutze gemacht (Abb. 1). Das Bestreben der Erde, ein hydrostatisches Gleichgewicht zu erreichen, führt zu Ausgleichsbewegungen, hier Landhebungen, die Rückschlüsse auf das elastische Verhalten der Lithosphäre und das viskose Verhalten des oberen Erdmantels erlauben – in einem besonders interessanten Gebiet: Island ist durch seine Lage auf dem Mittelatlantischen Rücken und auf dem Island-Plume durch junges Alter der Lithosphäre und erhöhte Asthenosphärentemperatur ausge-zeichnet. So sind die Landhebungen nach der letzten Eiszeit im Gegensatz zu Fennoscandien abgeschlossen (Sigmundsson, 1991). Das heutige Schrumpfen des Vatnajökull seit >100 Jahren (Sigmundsson & Einarsson, 1992) führt dagegen zu messbaren Landhebungen, die z.B. auch den Fischereihafen Höfn í Hornafirđi gefährden.

     

Abbildung 1: Island und die Eiskappe Vatnajökull.


Weiterhin haben sich Felsen in der Lagune Hornafjörđur nahe Höfn während der letzten 50 Jahre um etwa 1 m gegenüber dem Wasserspiegel gehoben (Imsland 1992). Messungen am Langisjór (Sigmundsson & Einarsson 1992) südwestlich des Vatnajökull zeigen eine relative Hebung in Richtung Eisrand. 1991 wurden GPS Messpunkte südöstlich des Vatnajökulls errichtet (Einarsson et al. 1994). Nachmessungen wurden 1996 von Sjöberg et al. (2000) durchgeführt, woraus eine Hebungsrate von 3 mm/a abgeleitet wurde.

 

Von uns wurden diese Punkte sowie eine Reihe von Zusatzpunkten von 1991 bis 2001 fast jährlich gravimetrisch vermessen. 2000 und 2001 gab es Instrumenten Probleme. Die Auswertung der Daten (bis 1999) und vergleichende Modellierungen werden hier vorgestellt.

 

2. Messungen und Datenauswertung

 

Hebungsraten, die von den erwarteten glazio-isostatischen Ausgleichsbewegungen hervor-gerufen werden, resultieren in Schwere-Änderungsraten von wenigen Mikrogal pro Jahr (µGal/a). Die verwendeten Feld-gravimeter vom Typ LaCoste & Romberg (1991: G688, 1992: G445, 1993: G445, D187, 1995-1996: G166, D187, 1997-2001: G166) weisen eine Auflösung der Einzelbeobachtung von 5 bis 10 µGal auf. Daher bedarf es einer mehrjährigen Messkampagne, um die Schwereänderungen nachzuweisen. 1991 bis 2001 sind fast jährlich Messungen im lokalen Messnetz (Abb. 1, 2, Tab. 1) am Vatnajökull durchgeführt worden. Die Messpunkte befinden sich 50 bis 120 km vom Eis-mittelpunkt (64°25'N, 16°40'W) entfernt, zusätzlich wurden 1993, 1995 und 1996 bis zu 250 km entfernte Messpunkte des isländischen Basisnetzes (Abb. 3) per Flugzeug verbunden.

 

Als Referenzpunkt für alle Schweremessungen dient Punkt 701 (64.297°N, 15.201°W). Allerdings sind im Laufe der Jahre einige Messpunkte zerstört worden. Die Messungen fanden jeweils in den Monaten Juli und August statt.


              

 

Abbildung 2: Lokale Gravimetriepunkte südöstlich des Vatnajökull mit. Es sind nicht alle Messpunkte verzeichnet.


Die Datenauswertung erfolgt mit dem Programm GRAVI von P. Smilde (pers. Mitt., 1997). GRAVI bestimmt durch Ausgleichs-rechnung die relativen Schweredifferenzen für das Netz der Messpunkte. Durch vielfältige Verbindungen und Wiederholungsmessungen werden zufällige Fehler minimiert. Ebenso können Ausreißer oder Ablesefehler erkannt werden, und es wird der Gravimetergang ermittelt. Weiterhin wird eine Erdgezeiten-Korrektur vorgenommen. Bei einigen Messpunkten treten Probleme auf. Neben Punktverlusten gibt es Störungen durch Einflüsse von Grundwasser und Meeres-gezeiten. Große örtliche Schweredifferenzen bis zu 100 µGal bei Punkten im Norden führen zu systematischen Fehlern bei ungenauen Gravimeter-Skalenfaktoren, besonders beim benutzten Modell D, was zu Korrelation der zeitlichen Schwereänderung mit der Schweredifferenz führt. Alle Daten mit nicht sicher zu korrigierenden Fehlern werden nicht in die Auswertung einbezogen. Die verbleibenden Fehler der zeitlichen Schwereänderungen setzen sich hauptsächlich zusammen aus Ableseungenauigkeiten und dem Gang der Gravimeter, sowie Meeresgezeiten und Grundwasser-schwankungen. Für den Rest der Punkte werden die Fehler "konservativ" abgeschätzt. Die Fehler der zeitlichen Punkt-Schwereänderungen folgen aus der Streuung der Messpunkte um die lineare Regression der jährlichen Daten. Als Ergebnis liegt die zeitliche Entwicklung der Schweredifferenzen für die Messpunkte relativ zum Basispunkt von 1991 bis 1999 vor. In Abbildung 4 sind die Werte als Funktion des Abstandes vom Eiszentrum aufgetragen.


 


               

 

Abbildung 3: Flugpunkte des Messgebiets. Die eingeklammerten Messpunkte sind im Laufe der Messkampagne zerstört worden.

 

Nummer

Name

Lokation [°N, °E]

Abstand vom Eiszentrum [km]

701

BASISPUNKT, Bergárbrú

64.297, -15.201

72,7

1000

HOFN, Höfn

64.267, -15.198

73,5

1001

STAP, Stapaklettur

64.328, -15.251

69,7

1002

HOFF, Hoffellsjökull

64.418, -15.394

62,0

1004

GILD, Gildrasker

64.359, -15.347

64,7

1005

Hólmsabrú

64.265, -15.515

58,6

1006

HEIN, Heinar

64.304, -15.656

50,8

1007

FLAT, Flatey

64.234, -15.493

60,7

1008

UPPS, Uppsalir

64.208, -15.723

51,5

1009

HROL, Hrollaugshólar

64.118, -16.076

44,0

1010

Stokksnes

64.242, -14.979

84,5

1011

Stafafell

64.423, -14.881

87,0

1012

HVAL, Hvalnes

64.403, -14.542

103,6

1013

Hofsárbrú

64.550, -14.620

100,9

5227

VOP, Vopnafjördur

65.753, -14.830

173,5

5273

DJU, Djúpivogur Hotel Framtiđ

64.657, -14.280

119,4

5277

GRI, Grimstadir

65.643, -16.120

139,0

5278

VAL, Valthjófsstadur

65.018, -14.980

106,0

5450

Reykjavík

64.140, -21.957

259,6

7144

EGI, Egilstadir

65.278, -14.410

145,9

8436

DJUP, Djúpivogur GPS

64.647, -14.284

118,9

Tabelle 1: Ausgewählte Messpunkte des lokalen Schwerenetzes .

      

Abbildung 4: Zeitliche Schwereänderungen der Messpunkte relativ zum Punkt 701 als Funktion des Abstandes vom Eiszentrum mit konservativ geschätzten 10– Fehlerbalken (der Fehler der einzelnen Schweremessungen beträgt 5-10 µGal).


Die Messdaten am Eisrand für Entfernungen von 50 bis 70 km vom Eiszentrum, zeigen einen Anstieg vom Eisrand weg. Eine Aufwölbung („bulge“) bis 100 km Entfernung ist kaum erkennbar. Die Flugdaten zwischen 100 und 150 km deuten dies vielleicht an; jedoch sind die Messungen zwischen 75 und 100 km gestört. Bis 250 km Entfernung ist eine relative Zunahme von ~2µGal/a zu erkennen. Die absoluten Werte beruhen auf der Annahme, dass die Schwereänderung für große Entfernungen vom Eiszentrum gegen Null geht. Der gewichtete Mittelwert der Flugdaten zwischen Punkt 701 und den Flugpunkten 5278, 5273, 5277, 7144, 5450 (100 bis 260 km) beträgt +1,5 ± 2 µGal/a, für nur die Punkte 5277, 7144, 5450 (140 bis 260 km) +2.0 ± 0.5 µGal/a (die Fehler basieren auf der Streuung der Punktwerte). Die Verbindung von Reykjavik (5450) zu Höfn wurde 1968, 1985 und 1996 gemessen; das Ergebnis (Höfn hinsichtlich Reykjavík) ist –2.5 ± 2 µGal/a. Wir schätzen daher, dass der Basispunkt eine Schwereabnahme um etwa etwa –2 ± 1 µGal/a erfährt. Fasst man die "absolute" Schwere-änderung von Basispunkt 701 mit den Werten nahe dem Eisrand zusammen, so zeigen diese eine Abnahmerate von –4 ± 2 µGal/a an.

 

3. Modellierung

 

Zur Erklärung der Messdaten wird ein viskoelastisches, sphärisches, selbst-gravi-tierendes Erdmodell mit vier Schichten benutzt, an dessen Oberfläche eine zeitlich veränderliche Last wirkt (Martinec et al., 2001). Die Schichten sind: flüssiger Kern, viskoelastischer Mantel, viskoelastische Asthenosphäre und elastische Lithosphäre. Die Mächtigkeit der Lithosphäre, d, und die Viskosität der Asthenosphäre, h, werden als freie Parameter verwendet. Die Dichte r und der Schermodul µ der beiden oberen Schichten werden seismologischen Untersuchungen ent-nommen (Pollitz & Sacks, 1996), die Mantel-viskosität wird zu 1021 Pa. s angenommen (Haskell, 1935), die Asthenosphären-Mantel-Grenze zu 100 km Tiefe. Die restlichen Parameter sind dem Preliminary Reference Earth Model PREM (Dziewonski&Anderson 1981) entnommen – Zahlenwerte siehe Tabelle 2.


Schicht

Radius [km]

Dichte r [kg/m 3]

Steifigkeit µ [Pa]

Viskosität h [Pa .s]

Lithosphäre

6371

2800

0.4·1011

Ą

Asthenosphäre

6371 – d

3200

0.7·1011

h3

Mantel

6271

4527

1.45·1011

1·1021

Kern

3480

10982

0

0

Tabelle 2: Modellparameter des sphärischen, viskoelastischen, selbstgravitierenden Erdmodells.

 

Aus geologischen Beobachtungen, Satelliten-aufnahmen und meteorologischen Daten ist eine Abnahme der Ausdehnung des Vatnajökull von 8600 km2 auf 8300 km2 zwischen 1890 und 1978 geschätzt worden (Sigmundsson & Einarsson, 1992). Historische Aufzeichnungen lassen vermuten, dass das Eisvolumen von 900 bis 1750 um 1265 ± 330 km3 zugenommen hat (Sigmundsson & Einarsson, 1992). Daher werden zwei Lastmodelle verwendet (Thoma & Wolf, 2001): VATNA-1 mit konstantem Eisvolumen bis 1890 und anschließend linearem Abschmelzen sowie VATNA-2 mit zusätzlich linearem Anwachsen der Eiskappe von 1200 bis 1750 (Malberg, 1994). Die Änderungen werden stufenweise angenähert (Abb. 5). Gegen Ende wird die Eislast konstant gehalten.


   

Abbildung 5: Lastmodelle VATNA-1 und VATNA-2. Volumen und Grundfläche der Eiskappe als Funktion der Zeit. Die Lastgeschichte wird durch Stufenfunktionen approximiert (Thoma & Wolf, 2001).


Die Auflast ist durch eine Eismasse mit kreisförmiger Grundfläche mit Zentrum 16°40'W, 64°25'N (Sigmundsson & Einarsson, 1992) gegeben. Als Querschnitt wird eine liegende Parabel mit dem Radius, R0, und der Mächtigkeit

 

 

benutzt (r= Abstand vom Kreislasstzentrum), die der Gleichgewichtsfigur einer ideal plastischen Eiskappe entspricht (Paterson, 1981). Nach Sigmundsson & Einarsson (1992) gilt für das Zentrum im Jahr 1980 h = 910 m und R0 = 51,4 km.

Für die Lastmodelle VATNA-1 und VATNA-2 mit konstantem Eisvolumen ab 1980      (Abb. 6) finden wir die beste Anpassung an die Messdaten mit einer 10 km mächtigen Lithosphäre und einer Asthenosphärenviskosität von 7·1017 Pa .s. Die großen Änderungsraten nahe dem Eiszentrum sind nicht überprüfbar. Die eisnahen Punkte in 50 bis 70 km Abstand werden durch die Modellierung nicht angepasst. Eine obere Grenze der Viskosität (1019 Pa. s) folgt für Lastmodell VATNA-2, bei dem infolge der hohen Viskosität heute noch Absenkung und Schwerezunahme durch die Eiszunahme vor 1750 überwiegen (Abb. 5), in Übereinstimmung mit Thoma & Wolf (2001).


  

                         

Abbildung 6: Messdaten und Berechnungen für Asthenosphärenviskosität h = 1·1017 Pa .s (gestrichelt), 1·1018 Pa.s (durchgezogen) und 1·1019 Pa.s (gepunktet) und Lithosphärendicke von 10 km. Oben: Lastmodell VATNA-1, unten: Lastmodell VATNA-2.


Als Folge der globalen Klimaerwärmung wird nun angenommen, dass die Eismasse weiter abnimmt, daher dauert in der folgenden Modellierung die Lastabnahme bis 1990. Abbildung 7 zeigt die Anpassung für eine Lithosphärenmächtigkeit von 15 km und für Viskositäten h = 10 17, 1018 und 5 ´10 18 Pa.s. Obwohl besser, ist die Anpassung immer noch nicht befriedigend. Auch hier folgt eine obere Grenze der Viskosität von 10 19 Pa.s. Das Optimum der Anpassung liegt bei 7 ´1017 Pa.s und 15 km Lithosphärenmächtigkeit.

Die Asthenosphärenunterkante wurde bisher bei 100 km angenommen. In Island mit junger Lithosphäre über einem Plume (Wolfe et al., 1997; Foulger et al., 2000) wird eine Verdickung der Asthenosphäre getestet. Abbildung 8 zeigt für beide Lastmodelle (Abnahme bis 1990) die berechneten Werte für die Parameter Lithosphärendicke 15 km, Viskosität 7 ´1017 Pa.s sowie Asthenosphären-unterkante 100 bzw. 180 km. Für den letzteren Fall tritt eine Verschiebung des Maximums der Aufwölbung zu größeren Entfernungen ein, die besser mit den Messdaten übereinstimmt und die Messpunkte am Eisrand (50 bis 70 km) besser anpasst. Die immer noch ungenügende Anpassung am Eisrand bei 50 km und die Lage der Aufwölbung dürfte Folge der vereinfachenden Geometrie und Geschichte der Eislast sein. Die den Vatnajökull besser approximierende elliptische Grundfläche wurde noch nicht untersucht. Es ist auch fraglich, ob sich bei schneller Abnahme des Eisvolumens das Gleich-gewichtsprofil einstellt oder ob die Last-abnahme am Eisrand nicht relativ stärker ist. In dem Fall dürften neue Modellierungen eher eine noch dünnere elastische Lithosphäre favorisieren.



Abbildung 7: Messdaten und Berechnungen für die Lastmodelle mit Abnahme bis 1990 für h = 1017 Pa s (gestrichelt), 1018 Pa s (durchgezogen) und 5 ´1018 Pa s (gepunktet) bei 15 km Lithosphärenmächtigkeit. Oben: Lastmodell VATNA-1, unten: Lastmodell VATNA-2.


 

 

Abbildung 8: Messdaten und Berechnungen für Asthenosphärenviskosität h = 7·1017 Pa .s bei 15 km Lithosphärendicke und Asthenosphärendicke 100 km (gepunktet) und 180 km (durchgezogen). Oben: Lastmodell VATNA-1, unten: Lastmodell VATNA-2 (Abnahme bis 1990).

 

Zusammenfassung


Die gemessenen, absoluten zeitlichen Raten der Schwereänderungen betragen am Eisrand etwa –4 mGal/a (50 km Abstand vom Eiszentrum) und nehmen bis ca. +1 mGal/a (75 km, Höfn) zu. In größeren Entfernungen (150 – 250 km) nähern sich die Raten Null an.

 

Die Modellierung ist vereinfacht, insbesondere die kreisrunde Grundfläche ist idealisiert. Eine realistischere elliptische Fläche sollte noch untersucht werden. Die Geschichte der Eislast ist nicht gut bekannt. Insbesondere ist das Lastprofil als Funktion des Abstandes vom Eiszentrum unsicher. Die geologischen Besonderheiten Islands mit Riftzone und Plume weichen von der Annahme einfacher Schichtung deutlich ab, was zu Fehlern führen kann (Martinec et al., 2001). Grundsätzlich hervorzuheben ist jedoch, dass Landhebung und Schwereänderung infolge globaler Klimaerwärmung und Abschmelzen der Inlandeiskappe Vatnajökull als glazio-isostatische Ausgleichsbewegung prinzipiell beschreibbar sind. Innerhalb der Vereinfachungen und Messfehler wird mit den angenommenen Lastmodellen die beste Anpassung erreicht bei einer Lithosphären-dicke von 10 – 15 km, einer Asthenosphären-Viskosität von 3·1017 bis·1018 Pa.s und einer auf 180 km vertieften Asthenosphären-unterkante. Die Messdaten am Eisrand (50 km) deuten auf betragsmäßig größere Hebungsraten hin, und diese würden eine relativ stärkere Entlastung am Eisrand fordern. Die Ergebnisse stimmen mit denen anderer Autoren befriedigend überein (Sigmundsson, 1991; Sigmundsson & Einarsson, 1992; Einarsson et al., 1994; Hofton & Foulger, 1996; Pollitz & Sacks, 1996; Sjöberg et al.. 2000; Thoma & Wolf, 2001), die eine Lithosphärendicke von 10 bis 30 km, und Asthenosphärenviskosität von h: Ł1019 Pa.s angeben. Die Ergebnisse sind besonders im Zusammenhang mit der einzigartigen geologischen Situation Islands oberhalb eines Plumes am Mittelatlantischen Rücken von großem Interesse.

 

 

Literatur


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