Symposium zum 70.
Geburtstag von em. Prof. Prof. (h.c.) Dr. Karl Fuchs
J.
Ritter, Karlsruhe
Am
21. Januar feierte das Ehrenmitglied der Deutschen Geophysikalischen
Gesellschaft, Prof. Dr. Karl Fuchs, seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlaß
wurde vom 18. bis 20. April 2002 ein internationales Symposiums über die
Herausforderungen an die Erdwissenschaften im 21. Jahrhundert durchgeführt. Auf
dem Symposium an der Universität Karlsruhe wurden aktuelle Fragestellungen über
den strukturellen Aufbau und die Dynamik der Erde anhand verschiedener
Fallbeispiele vorgestellt und diskutiert. Zu diesem Ereignis waren führende
Wissenschaftler aus aller Welt in Karlsruhe zusammenkommen, mit denen Karl
Fuchs seit teilweise über 30 Jahren sehr erfolgreich zusammenarbeitet.

Prof. Dr. Karl Fuchs (rechts) mit seiner Frau Cornelia
und Prof. Dr. Mark Zoback während der Eröffnungsfeier
zum Symposium „Challenges for Earth Sciences in the 21st Century“ am
18. April 2002.
Die
Veranstaltung mit zirka 200 Teilnehmern wurde mit Nachgrußworten des
geschäftsführenden Rektors der Uni Karlsruhe Prof. Schneider, des Dekan der
Fakultät für Physik Prof. Klingshirn, des Leiters des Geophysikalischen
Instituts Prof. Wilhelm und des SFB461 Sprechers Prof. Wenzel feierlich eröffnet.
Danach hob Prof. Dr. Mark Zoback (Stanford) in seiner Laudatio für Karl Fuchs
vor allem dessen unermüdlichen, weltweiten Einsatz für interdisziplinäre
geowissen-schaftliche Kooperationen hervor. Hierbei zeichnete er auch den
bisherigen Lebensweg von Karl Fuchs nach, der am 21. Januar 1932 in Stettin
geboren wurde und seit 1965 die Geschichte und den Ruf des Geophysikalische
Institut in Karlsruhe maßgebend geprägt hat.
Die
wissenschaftlichen Beiträge des Symposiums umfassten Themen wie die seismische
Tiefenforschung, Spannungen in der Lithosphäre, Gefährdung durch Erdbeben sowie
Manteldynamik. Ein Großteil der Vorträge wird einem Buch des Springer Verlags
mit dem Titel „Challenges for Earth Sciences in the 21st Century“
erscheinen, das sich derzeit im Review-Prozeß befindet. Der Beitrag von Mark
Zoback über die physikalischen Hintergründe und An-forderungen der Tiefbohrung
in die San Andreas Verwerfung fand im Rahmen des Physikalischen Kolloquiums der
Universität Karlsruhe statt. Am Samstag den 20. April konnten sich die
Teilnehmer des Symposiums während einer geologischen Exkursion unter Führung
von Dr. G. Greiner unmittelbar mit den tektonischen Eigenschaften des Oberrheingrabens
vertraut machen.
Einen Höhepunkt des
Symposiums stellte die Podiumsdiskussion „Future requirements for Earth science
education and training“ unter der Leitung von Prof. Harjes (Bochum) dar.
Teilnehmer dieser Diskussion waren unter anderem Prof. E. Banda (ESF), Prof.
Dr. B. Buttkus (Präsident DGG), Dr. W. Eder (UNESCO) und Prof. R. Emmermann
(GFZ Potsdam).