Vorwort der Herausgeber
Liebe Leserinnen und Leser,
in
welche Richtung geht die Geophysik? Welche Fragestellungen werden in Zukunft
Geophysiker und Geophysikerinnen herausfordern? In einer sich schnell
verändernden Welt kommen wir nicht umhin auch unsere Rolle in der Gesellschaft
immer wieder neu zu bedenken. Vor dem Hintergrund dieser Fragen berichtet
Wolfgang Jacoby von der Tagung „Eine Erde für alle – Geowissenschaften und
Philosophie im Dialog“, die im Juni in Celle stattgefunden hat. Dieser Bericht
versucht einen Blick über den Tellerrand der vielleicht am häufigsten genannten
Hauptaufgaben der Geophysik: Grundlagenforschung, Suche nach Rohstoffen und
Erhaltung unserer natürlichen Ressourcen. Aus dem Bereich der Exploration und
der Angewandten Geophysik sind dann auch die drei wissenschaftliche Beiträge
dieses Heftes, die im Rahmen der letzten DGG-Jahrestagung vorgestellt wurden.
Den
Kreis der Nachrichten eröffnen wir mit einer traurigen Mitteilung: vergangenen
Juli hat Prof. Gerhard Müller uns verlassen. Walter Zürn hat die schwierige
Aufgabe übernommen dem Leben und Wirken dieses außerordentlichen
Wissenschaftlers und Menschen durch einen Nachruf gerecht zu werden. Weiterhin
ist zu berichten, dass der neue DGG-Preis für Nachwuchswissenschaftler/-innen
eingerichtet und nach Karl Zoeppritz benannt ist. Aus diesem Anlass geben uns
Heinrich Soffel und Burkhard Buttkus einen Überblick über dessen
wissenschaftlichen Leistungen. Berichte vom Symposium anlässlich des 70.
Geburtstag von Prof. Karl Fuchs und von der Verleihung der Heinrich-Hertz-Professur
für Prof. Rolf Emmermann beschließen den Kreis der Nachrichten. Zusätzliche
Informationen finden Sie durch den Abdruck der Ankündigungen der
geophysikalischen Veranstaltungen für das Wintersemester an den
deutschsprachigen Instituten pünktlich zum Semesteranfang, das Protokoll der
vergangenen Mitgliederversammlung in
Hannover anlässlich der DGG-Jahrestagung und, beigeheftet, die Einladung zur
nächsten Jahrestagung in Jena.
Eine spannende Lektüre
wünschen Ihnen
Sabrina Leonardi und Christian Fulda